Stipendiaten der Heinz-Kühn-Stiftung bloggen ihre Recherchen und Erlebnisse.

 

Kaffee-Ernte

Die Hänge an denen der Kaffee von Don Pascual wächst, sind ziemlich steil. Der feuchte Boden ist rutschig. Fast die gesamte Familie hat sich Gummistiefel angezogen und klettert gerade zwischen den Sträuchern umher, pflückt die letzten roten Kaffee-Kirschen von den Ästen. Auch zwei Kinder haben

sich die Erntekörbe um die Hüfte geschnallt und helfen. „Jetzt sind Ferien“, sagt Don Pascual. Wenn keine Schule ist, dann helfen die älteren Kinder mit.

Ein Eimer Kaffeekirschen bringt den Pflückern knapp einen Euro

„Mit der Hand geht es am einfachsten“, sagt Noemi, die 25-jährige Tochter von Don Pascual. In wenigen Sekunden pflückt sie die verbliebenen 20 bis 30 Früchte vom Strauch und dreht sich zum nächsten. Wenn Don Pascual Arbeiter einstellt, zahlt er für das Pflücken von einem 20-Liter-Eimer Kaffeekirschen etwas mehr als 20 Cordobas, am Ende der Saison auch mal 25 Cordobas (0,90 Euro). Bis zu 12 Arbeiter braucht er wenn viele Kaffeekirschen reif sind.

In den Schulferien hilft die gesamte Familie auf der Finca von Don Pascal bei der Kaffeeernte

Zwischen November und Februar, wenn in Nicaragua der Kaffee geerntet wird, dann ist die Hälfte der Arbeiter des Landes damit beschäftigt, den Kaffee zu pflücken,

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zu verarbeiten und zu transportieren. In der Ernte 2009/2010 wurden der staatlichen Statistik zufolge mehr als 1,9 Millionen Säcke Kaffee geerntet – das entspricht grob einem Fünftel des jährlichen Kaffeekonsums in Deutschland.

Don Pascual lebt mit seiner Frau und den acht Kindern in einer Holzhütte. Im Inneren stehen kaum Möbel. Das Bett ist ein Holzgestell ohne Matratze, die Latrine ist ein Verschlag im Garten. Daneben hängt die Wäsche zum Trocknen im Wind. Einige Meter weiter, an einem kleinen Bach hat er die Anlagen für die Verarbeitung des Kaffees.

Nach dem Pflücken werden die Kerne – die eigentlichen Kaffeebohnen – aus dem Fruchtfleisch, der Pulpa, geschält. Eimerweise schüttet Don Pascual den Kaffee in eine Art Mühle, die Kurbel wird von Hand betätigt – das Fruchtfleisch fällt auf den Boden, die Kaffeebohnen in eine Wanne. Dort fermentieren die Bohnen über Nacht, dann werden sie gewaschen.

Kaffeebohnen - frisch geschält

Um einen Sack Kaffee von den Resten der Pulpa zu befreien, rauschen mehrere hundert Liter Wasser durch die Wanne. Und mit der Fläche, die Don Pascual hat, produziert er wenn es gut läuft mehr als 200 Säcke Kaffee in einer Saison. Er hat etwas mehr als 5 Hektar Anbaufläche, 7 „Manzanas“ wie die Landwirte in Nicaragua sagen. Eine Manzana ist etwa so groß wie ein Fußballfeld.

Eine Kaffeepflanze trägt etwa acht Jahre lang Früchte

An den Hängen stehen die Kaffeesträucher mit etwa einem halben Meter Abstand zwischen ein paar Bananenstauden. Eine Kaffeepflanze trägt etwa 8 Jahre lang Früchte, dann muss man neue Pflanzen setzen. „Das kostet mehr als 1.000 Dollar pro Manzana“, sagt er. Eine große Investition, die er nicht ohne die Unterstützung der Kooperative stemmen könnte.

Mit Hilfe der Nichtregierungsorganisation „La Cuculmeca“ hat die Kooperative einen Kreditfonds eingerichtet. Die Bauern bekommen einen Kredit, den sie mit Bargeld oder Kaffee abbezahlen können. Ohne diese solidarischen Fonds, bei denen die Zinsen rund 10 Prozent niedriger sind, ist der Kaffeeanbau nicht zu finanzieren. Fast jeder Kaffeebauer kann die Geschichte von einem Nachbarn erzählen, der sich bei einer Bank verschuldet hat und am Ende seine ganze Finca verloren hat, weil er die Zinsen nicht mit seinen Einnahmen bedienen konnte.

Oscar Arauz berät Don Pascal

Die Organisation Cuculmeca stellt den Kooperativen auch technische Berater zur Verfügung. Manchmal sind es einfache Veränderungen, die sie anstoßen: Früher hat Don Pascual die Pulpa einfach aufgehäuft und sie ist vergammelt oder sie wurde in den Bach geschüttet. Die Abfälle der

Kaffeeproduktion sind aber sehr zuckerhaltig und schaden dem Wasser. Jetzt verteilt er das Fruchtfleisch auf den Hängen. „Das tötet die Plagen und düngt die Pflanzen, es verbessert auch den Boden und die Bäume bekommen dichtere Blätter.“ So habe er auch mehr geerntet, sagt er.

Seine Kooperative „Flor Número 1“ (Blume Nummer Eins) wird von dem Agraringenieur Oscar Aráuz betreut: „Das größte Problem für die Produzenten ist die Vermarktung. Sie haben hier eine sehr gute Qualität, aber der Preis ist immer der gleiche, Qualität spielt dabei keine Rolle.“

Wer bestimmt den Preis für den Kaffee?

Der normale Weg der Vermarktung führt von den Kaffeebauern zu drei bis vier großen Zwischenhändlern: Die Bauern ernten die Kaffeekirschen, befreien sie vom Fruchtfleisch und lassen sie dann ein paar Tage trocknen. Sobald sie dann transportiert werden können, bringen sie die Säcke zu den Sammelstationen oder auf die großen Umschlagplätze: Jinotega und das etwas niedriger gelegene Matagalpa. Den Preis auf dem Markt bestimmen die Großhändler. Die meisten nehmen

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den Preis zu dem der Kaffee an dem Tag in New York gehandelt wird, und dann ziehen sie Pauschalen ab für den Transport, die Lagerung oder die Ausfuhrgebühren.

Don Pascal

Die Qualität spielt nur dann eine Rolle, wenn man die Bohnen direkt an eine Rösterei verkauft. Immer wieder kommen Vertreter von Röstereien, Eine-Welt-Läden oder Feinkostimporteuren bei den Kleinbauern vorbei, sie probieren den Kaffee, nehmen Proben und verhandeln über Preise und Konditionen. In dieser Woche ist eine Delegation aus Asien unterwegs bei den Kaffeekooperativen. Für Don Pascual wäre ein dauerhafter Abnehmer, der einen ordentlichen Preis zahlt, ein großer Schritt nach vorn.

Denn im Moment hat er am Ende der Saison gerade genug verdient, um seine Kosten zu decken: „Gewinn mache ich nicht. Ich verkaufe den Kaffee, um das zu bezahlen, was ich meinen Arbeitern schulde und den Rest stecke ich in die nächste Saison.“

Kaffeebohnen - frisch vom Strauch und ungeröstetAls er hört, was ein Pfund Kaffee in einem deutschen Supermarkt kostet, zieht er die Mundwinkel nach unten. „Wir arbeiten Tag und Nacht um den Kaffee zu ernten und die großen Firmen behalten den Profit.“

*

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Preis für ein Pfund Kaffee in den Produktionsschritten in Euro

Preis (Summe) Preis (einzeln) Prozent
Pflücken 0,13 0,13 3 %
Produzent 0,42 0,29 6 %
Trockenverarbeitung 0,94 0,52 12 %
Export:
Rösterei/Handel 3,10 2,16 48 %
Kaffeesteuer 4,19 1,09 24 %
Mehrwertsteuer 4,50 0,31 7 %

Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die Arbeit oder die Kaffeekirschen, die für ein Pfund Kaffee notwendig sind. Beim Pflücken also beispielsweise, wie viel der Pflücker bekommt, um die Kaffeekirschen zu pflücken, die für ein Pfund gerösteten Kaffee gebraucht werden. Die Zahlen basieren auf den

Preisen, die mir die Kaffeeproduzenten genannt haben – der Punkt Rösterei/Handel beinhaltet auch die Kosten des Einzelhandels und ist die Differenz zu einem typischen Preis für Kaffee in einem deutschen Supermarkt.

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