Die Luft ist kühl und feucht, es ist als würde man über die Schwelle eines klimatisierten Hauses treten, dabei sind es nur wenige Schritte in den Urwald hinein. Ein paar Hektar Regenwald stehen noch zwischen den Feldern und Viehweiden, wie eine Insel.

Der Boden ist feucht, überall zirpt und raschelt es – oben in den Baumwipfeln klettern ein paar schwarze Affen, daneben sitzt ein Tucan und fünf Bäume weiter klettert ein grüner Papagei in den Zweigen umher.

Erst vor wenigen Monaten hat jemand wieder ein Stück dieses Waldes gerodet: umhauen, anzünden, anpflanzen. Mitten in dem Maisfeld, das dort nun entstanden ist, ragen noch einige Baumstümpfe in den Himmel. Verkohlte Skelette einst majestätischer Bäume.

Die „Frontera Agricola“, die Landwirtschaftsgrenze schiebt sich immer weiter in das Biosphärenreservat Bosawas. Die Felder und Weiden nähern sich immer weiter dem Kern des Schutzgebiets, einem Brennpunkt der Artenvielfalt. Einschließlich der Pufferzonen ist das Gebiet 20.000 Quadratkilometer groß – so groß wie Rheinland-Pfalz.

Zwischen 1999 und 2005 hat sich die Fläche an dichtem, ursprünglichem Regenwald einer Satelliten-Studie der GTZ zufolge um 5.000 Quadratkilometer verringert, 2.000 Quadratkilometer Wald gingen vollständig verloren.

Doch wann ist der gesamte Wald verloren?

Die Optimisten sagen in 20 Jahren, vielleicht in 30 Jahren ist der Wald weg. Die Pessimisten geben dem Urwald noch 5 Jahre. Ein Mitarbeiter einer internationalen Organisation kommentiert die Versuche den Wald zu schützen so: „Wir fühlen uns manchmal wie Don Quijote, aber wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir noch einen Teil des Waldes retten können.“

Wie schnell der Urwald verschwunden ist, wird auch bei der Autofahrt von der Hauptstadt Managua nach Siuna deutlich: „Vor 30 Jahren war das alles hier Urwald, die Gegend gehörte den Indígenas“, sagt Carlos Cruz, der seit Jahren für die GTZ in dieser Gegend arbeitet. Nach gut anderthalb Stunden auf der Schotterpiste: „Vor zehn Jahren hat der dichte Urwald hier begonnen.“ Nach diesem Satz sitzen wir weitere zwei Stunden im Auto bis wir Siuna, eine Kreisstadt im Norden des Landes erreichen. In Siuna fängt der Urwald aber auch noch nicht an. Von Siuna bis zum ursprünglichen Urwald sind es noch knapp zehn Kilometer im Auto. Dann geht es nur noch zu Fuß weiter.

Die Bauern: Landwirtschaft in der Pufferzone

Gespräch mit Landwirten in der Pufferzone

Die Viehzüchter rund um Siuna betreiben eine extensive Tierhaltung. Jedes Rind hat ein bis zwei Hektar Platz auf der Weide. Auch bei Julio Pérez Flores hat jedes seiner 200 Rinder mehr als ein Fußballfeld zum Grasen. Das Problem mit der Abholzung ist dem Bauern bewusst, deswegen will er bald 2 Kühe auf der gleichen Fläche halten. Aber dafür muss er auf seinem Hof einiges umstellen: ein nahrhafteres Gras pflanzen, vielleicht ab und an Kraftfutter verwenden oder einen Häcksler anschaffen, um Futter für den Winter zu lagern.

„Uns fehlen oft die Mittel für diese Veränderungen“, sagt Don Julio. „Wenn wir einen

großen Kredit aufnehmen wollen, um etwas zu verändern, dann riskieren wir die gesamte Finca.“ Er hat 230 Hektar Land. Zwei Drittel davon nutzt er als Weidefläche, ein Drittel ist Wald, den er zum Schutz der Wasserquellen erhält, und ein paar kleine Felder mit Mais und Bohnen.

Straßen sind eine Chance für die Landwirte – eine Gefahr für den Wald

Auf seinem Hof gibt es weder fließendes Wasser noch Strom und wenn er seine Ernte oder die Tiere zum Markt

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bringen will, dann gibt es auch keine Straße. „Hier fehlen noch viele grundlegende Dinge“, sagt Don Julio. Eine Straße würde er sich wünschen, doch das Umweltministerium hat den Bau von Straßen verboten. Denn eine Straße würde den Zugang vereinfachen – für illegale Holzfäller, für Menschen, die seltene Tiere aus dem Gebiet schmuggeln wollen und für die „Colonos“, die Siedler, die in das Naturschutzgebiet ziehen, um dort Ackerbau und Viehzucht zu betreiben.

Paz Flores

Auch Don Julios Nachbar, Paz Flores, wünscht sich eine geteerte Straße: „Das Umweltministerium will den Wald schützen, das ist ja in Ordnung, aber man muss auch die Interessen der Produzenten beachten.“ Er wohnt mit seiner Familie in einem Holzhaus am Ende der Schotterstraße von Siuna, weiter kommt man mit dem Wagen nicht. Wenn eines seiner sieben Kinder ins Krankenhaus nach Siuna muss, kostet das 10 Euro mit dem Taxi und dauert mehr als eine Stunde.

Gäbe es eine Straße, dann würden sie auch für den Transport ihrer Produkte zum Markt nur noch ein Zehntel zahlen, schätzt Don Paz. Doch seitdem die Preise für fast alle Produkte der Bauern gefallen sind, lohnt sich die Produktion kaum noch: „Wir produzieren wenig und die Preise sind zu niedrig, das sind unsere größten Herausforderungen.“ Der Rinder-Preis sei dramatisch gefallen, keine 100 Euro bekommt Paz für einen ein Jahr alten Jungbullen; der Sack Reis ist nur noch halb soviel wert wie vor einem Jahr. „Ein paar Kilometer asphaltierte Straße hierher wäre ja nicht schlimm. Die Leute hier würden auch darauf achten, dass niemand in die Reserva geht, der nicht dorthin gehört.“

Weiden statt Wald

Colonos – die Siedler: Arme Bauern oder bezahlte Landbesetzer?

Wer sind die Menschen, die in das Naturschutzgebiet eindringen und sich dort ohne Erlaubnis niederlassen? Für die einen sind es arme Menschen, die nach einer Lebensgrundlage suchen – nach Land, auf dem sie ihre Nahrungsmittel anbauen können. Für die anderen sind es bezahlte Handlanger, die für Spekulanten das Land „erobern“.

Die Menschen, die sich im Urwald niederlassen, gehören meistens zu armen Familien. Aber die „Invasionen“ erfolgen koordiniert und organisiert: Mitte Februar 2010 drangen rund 100 Familien in den Wald ein – gleichzeitig. Das Ziel der offensichtlich koordinierten Aktion ist vermutlich die Inbesitznahme des Landes. Die Familien machen dabei die Drecksarbeit für verschiedene Geschäftsleute. Bei den seltenen Kontrollgängen von Polizei und Militär wurden Markierungen für den späteren Verkauf des Landes an Bäumen gefunden – mit genauen Flächenangaben, nur der Preis fehlte noch. Die ersten drei bis vier Jahre ist der Boden hochproduktiv, wenn er ausgelaugt ist, dient er als Weidefläche für Rinder.

Ungeklärte Besitzrechte

Auch wenn die Siedler dort eigentlich illegal wohnen, wenn die Familien lange genug auf dem Land leben und es bewirtschaften, dann erlangen sie Stück für Stück das Recht auf das Land – bereits nach 6 Monaten haben sie die ersten Rechte erworben. Hinzu kommt, dass die Besitzrechte oft nicht eindeutig geklärt sind: Es gibt viele verschiedene Besitzurkunden für Land in Nicaragua – zum Beispiel Ansprüche von der Landreform unter den Sandinisten zu Beginn der 80er Jahre, von der Demobilisierung nach dem Bürgerkrieg zehn Jahre später und die Besitzansprüche der indigenen Völker. Und bei der Vergabe von kommunalen Landtiteln im Kern des Biosphärenreservats wurden auch schon Vertreter der Gemeindeverwaltung erwischt – sogar mit dem Stempel der Gemeinde. Die Spekulanten versuchen Tatsachen zu schaffen, aus denen sie nachher Profit ziehen können.

Direkt mit den Siedlern zu sprechen ist leider nicht möglich, weil Besuche dort gefährlich sein können. Die Reporter vom Lokalradio der Universität gehen nur in Begleitung von bewaffneten Polizei- oder Militärpatrouillen in den Wald. Der Direktor des Radios, Ricardo Montoya Leal, sagt: „Wenn die Siedler das Gefühl haben, Du willst sie aus dem Wald vertreiben, oder Du hast irgendwas damit zu tun, dann lynchen sie Dich.“

Das Gebiet zu kontrollieren ist enorm schwierig: Der Kern des Reservats hat eine Fläche von 3.200 Quadratkilometern (etwa so groß wie die spanische Ferieninsel Mallorca) und mehr als 300 Kilometer Außengrenze. Die Grenze ist etwa so lang, wie die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. Straßen gibt es nicht, die Grenzmarkierung ist ein Pfad, der aber nach ein paar Monate überwuchert und nach zwei Jahren vollkommen verschwunden ist. Entlang des Weges gibt es Grenzsteine, die könnten enger gesetzt werden, aber das ist teuer, weil die Steine mit Eseln dorthin gebracht werden müssen. Polizei und Militär sind nur mit wenig Personal in der Gegend. Genau wie das Umweltministerium: 14 Leute arbeiten vor Ort.

Pichichi wurde als Babyaffe von Parkwächtern gerettet – Wilderer wollten den kleinen Affen verkaufen

Im Landkreis Siuna kontrolliert jeder der beiden Umweltschützer eine Gegend fast so groß wie der Staat Luxemburg. Alberto Mercado von der BOSAWAS-Umweltschutzbehörde: „Das Problem ist, dass es in Nicaragua nicht die Mittel gibt, um das Reservat zu schützen.“ Außerdem müsse auch auf die sozialen Aspekte geachtet werden. Denn auch wenn unter den illegalen Siedlern teilweise wohlhabende Viehzüchter seien, gebe es auch enorm arme Menschen darunter: „Wir können eine arme Familie ja nicht einfach von ihren 40 Hektar Land vertreiben und auf die Straße setzen, wo sie dann verhungern. Da muss ein Plan her, der die sozialen Aspekte beachtet.“

Die Ureinwohner: Hüter des Waldes?

Gustavo Lino

Eigentlich sind die einzigen legalen Bewohner des Kerngebietes von Bosawas die Indígenas. Sechs indigene Gemeinden liegen im Zentrum des Naturschutzgebietes. Gustavo Sebastián Lino ist der Präsident der indigenen Territorialregierung der Mayagna Sauni As: „Bosawas ist für uns sehr wichtig, weil wir – die Mayagna – die ersten Bewohner dieses Landes waren, aber wir wurden in den letzten Winkel verdrängt. Dort wo wir wohnen, das ist das große Haus unseres Volkes. Wir haben eine andere Vision, es ist das große Haus wo wir wohnen, wo unsere Traditionen leben, wo die Reste unserer Vorfahren sind. Es ist nicht einfach nur ein Ökosystem voller Artenvielfalt, das man ausbeuten kann. Für uns ist es mehr.“

Ein Volk kann kein Konto eröffnen

Die sandinistische Regierung hat den indigenen Völkern gesetzlich Autonomie zugesichert, auch Besitztitel für das Land auf dem sie leben. In der Praxis haben sie es allerdings noch schwer: „Manchmal nimmt man uns Ernst, aber oft werden wir diskriminiert.“ Ein Konto bei der Bank können sie nicht als Volk eröffnen, sondern nur als privater Verein – entsprechend gehört das Geld auch nur den Vereinsmitgliedern und nicht dem Volk. „Wäre das Konto im Besitz der indigenen Regierung, würde das Geld auch unseren noch nicht geborenen Nachkommen gehören.“

Durch die Siedler, die immer tiefer in ihre Gebiete eindringen, fühlen sich die Mayagna bedroht: „Wir haben mit der Natur gelebt, wir haben sie geschützt, aber nun kommen die Siedler und zerstören die Natur in unseren Gebieten.”

Die GTZ unterstützt die indigenen Lokalregierungen darin, ihre Landrechte wahrzunehmen. Karin von Loebenstein, die Leiterin des Umweltprogramms der GTZ in Nicaragua, sieht in den indigenen Völkern einen wichtigen Akteur, wenn es um den Schutz von Bosawas geht: „Wir waren die ersten, die dafür gesorgt haben, dass die indigenen Gemeinden ihre Landrechte verbrieft bekommen. Die haben einfach keinen Zugang zu Rechtsberatung und bei den Ministerien wurden sie oft auch nicht vorgelassen.“ Mittlerweile hat die GTZ eine Anwältin eingestellt, die die Gemeinden berät und dabei unterstützt, ihre Landrechte zu schützen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die rechtlichen Prozesse voranzutreiben, um die Siedler auf dem Land der Mayagna umzusiedeln.

Dazu durchstreift die Anwältin Blanca Molina mit Polizei oder Militär den Wald und nimmt die Fälle auf: Welche Landtitel haben die Familien? Wie lange sind sie schon dort? In welcher ökonomischen Situation sind sie? Diese Informationen reicht sie dann bei

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den entsprechenden Behörden ein. Doch die Landrechte der Indígenas werden oft nicht so ernst genommen wie die anderer Landbesitzer, sagt Blanca Molina: „Wenn das Land einem der großen Viehzüchter gehören würde, dann wären die Siedler schon längst von der Polizei vertrieben worden.“

Müssen die Indigenas ihre Rechte mit „ihren Mitteln“ verteidigen?

Auch der Präsident der indigenen Gemeinde Mayagna Sauni As vertraut dem Staat nicht so richtig. Erstmal werde die Gemeinde warten, was die staatlichen Institutionen unternehmen, „aber, wenn es keine Lösung für die Invasion gibt, dann werden wir das Problem mit unseren eigenen Mitteln lösen und klar machen, dass wir auch Rechte haben; dass wir auch unsere Methoden der Selbstverteidigung haben. Die hatten wir immer.” Die Gemeinde habe auch bereits einen Plan, um sich mit den eigenen Ressourcen zu bewaffnen und die Eindringlinge von ihrem Land zu vertreiben.

Nachtrag: Ende Mai 2010 wurden mehrere hundert Siedler von Militär und Polizei aus dem Biosphärenreservat vertrieben. Im Zusammenhang mit dieser Aktion wurden gegen die Indígenas und ihre Vertreter – auch Gustavo Sebastián Lino – Morddrohungen geäußert. Einige der Siedler lagern nun in einem Dorf am Rand des Naturschutzgebietes.

Was kriegen die Indígenas für den Schutz des Waldes?

Auch in der Diskussion um den globalen Klimawandel fühlen sich die indigenen Völker recht allein gelassen: Die indigene Gemeinde von Gustavo Sebastián Lino verwaltet 1.600 Quadratkilometer Urwald: „Wir exportieren – indem wir den Wald schützen – Sauerstoff an die Welt. Aber niemand gibt uns etwas dafür.“ Eine Anerkennung anderer Menschen für diese Arbeit sieht er deswegen nicht: “Wir haben Sauerstoff zur Verfügung gestellt, aber von den vielen Spenden und der internationalen Hilfe, die im Land ankommt, bekommen wir nichts.”

International gibt es zwar eine große Diskussion, wie der Gewinn aus dem Handel mit CO2-Zertifkaten bei den Menschen ankommt, die sich für die Sauerstoffproduktion einsetzen, sagt Karin von Loebenstein, „aber so richtig ausgereift sind die noch nicht.“ Der Kern des Problems ist, dass für den Handel kontrolliert und gemessen werden muss, wie viele Tonnen CO2-Emissionen kompensiert werden. Es muss berechnet werden, welchen Beitrag die Indígenas zum Klimaschutz leisten – wie viel Quadratmeter Wald sie jedes Jahr erhalten. „Für die 20.000 Quadratkilometer Urwald, im Falle der Mayagna-Gemeinden, bräuchte man schon einiges an Monitoring-Kapazität“, sagt von Loebenstein: „Das ist der Pferdefuß an dem CO2-Handelssystem, aber wir arbeiten daran, so ein System für Nicaragua zu entwickeln.“

Gesetze wurden in der Regel ohne die Indigenas gemacht

Die GTZ ist eine der wenigen internationalen Organisationen, die direkt mit den Indígenas arbeitet: Das meiste Geld, das in der Gemeinde ankommt, sagt Gustavo Sebastián Lino, sei vorher durch die Hände von mehreren Mittlerorganisationen gegangen. Dabei haben die Indígenas Hilfe dringend nötig: Wegen der Dürre und der Wirbelstürme, gebe es immer wieder auch Hungersnöte in der Gemeinde. Bessere Schulen und die Möglichkeit, die eigene Entwicklung selbst zu steuern, stehen oben auf der Wunschliste des Indígena-Präsidenten.

Aber viele Gesetze sind ohne die Zustimmung der Indígenas beschlossen worden. Bosawas wurde als Naturschutzreservat gegründet, nicht als indigenes Gebiet: „Wir bringen kein Stück Holz aus der Reserve raus. Das Umweltministerium verbietet uns das. Entsprechend sind wir auch nicht die Besitzer des Waldes“, sagt Sebastián Lino. „Diese Gesetze wurden ohne uns gemacht und jetzt sieht man in uns ein Instrument.“

Deutsche Entwicklungshilfe in der Pufferzone

Karin von Loebenstein

Auch die deutsche Entwicklungspolitik setzt große Hoffnung in die Stärkung der indigenen Gemeinderegierung. Die GTZ arbeitet seit den 90er Jahren in Bosawas: „Unser Ziel ist, dass wir den Schutz des Biosphärenreservates unterstützen und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Leute verbessern wollen“, sagt die GTZ-Programmleiterin Karin von Loebenstein. Für den Agrarexperten Manuel Fandiño hat die Entwicklungsorganisation aus Eschborn in Hessen dort allerdings die Rolle des Staates übernommen. Und Alberto Mercado, der Koordinator der Umweltschutzbehörde für Bosawas, nennt die GTZ die „Mutter von Bosawas“: „Die GTZ hat uns geholfen unsere Institution zu stärken.“ Trotzdem habe der Staat in Nicaragua nicht die Kapazität die Biosphäre zu schützen

GTZ arbeitet eng mit dem Staat zusammen

Für von Loebenstein hat die GTZ zwar nicht die Rolle des Staates übernommen, aber: „Unser Büro haben wir in Siuna auf dem Gelände der Naturschutzbehörde, wir sind da nah dran und machen das auch bewusst, dass wir mit dem Staat zusammenarbeiten.“ Sie sieht die Rolle der deutschen Organisationen darin, zwischen der Naturschutzbehörde, den Indigenen und den Produzenten vor Ort zu vermitteln.

Deshalb arbeitet die GTZ auch auf diesen drei Feldern: Sie versucht die Kapazitäten der Naturschutzbehörde den Wald zu schützen, zu stärken; gleichzeitig werden auch die indigenen Organisationen gefördert und mit den Produzenten arbeitet die GTZ an nachhaltigen Produktionssystemen. „Wir müssen Alternativen für Landnutzung in der Region bieten“, sagt von Loebenstein: „Wir müssen

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versuchen, dass es für die armen Familien und die Produzenten in der Region nicht attraktiv ist, das Land einfach auszubeuten und ausgelaugt an die nächste Generation weiterzugeben.“ Verschiedene Kooperativen werden darin unterstützt, ihre Rinder etwas intensiver zu halten – zum Beispiel mit besserem Weidegras, Kraftfutter in der Trockenzeit und mehr Bäumen auf der Weide. Außerdem unterstützen die deutschen Entwicklungshelfer die Vermarktung der Produkte. Aber kann der Fortschritt der Zerstörung damit gestoppt werden? „Ich glaube, wir können froh sein, wenn wir ihn verlangsamen können, der Druck ist so groß, das ist schon schwierig das zu stoppen“, sagt von Loebenstein.

Tanzt das Geld nur um Bosawas herum?

Deswegen wünscht sich Alberto Mercado vom Umweltministerium, dass die GTZ nicht nur mit technischer Hilfe unterstützt, sondern stärker investiert: „Mir wäre es lieber, wenn es auch materielle Hilfe für die Menschen gäbe.“ Denn anders sei es nicht möglich, die Menschen davon abzuhalten, sich im Urwald niederzulassen. 2003 untersuchte die Regierung, wie viel internationale Hilfe in die Gegend fließt und fand mehr als 40 Millionen Euro. „Aber das Geld tanzt nur um die Reserva herum, und kommt nicht da an, wo es eigentlich gebraucht wird“, kritisiert Alberto Mercado. Zwei Jahre später sei die Studie auf knapp 25 Millionen Euro gekommen: in technischer Unterstützung und kurzfristigen Kleinprojekten. Die Regierung wünsche sich deswegen eine Neuorientierung: Mehr direkte Hilfen für die Menschen, damit diese nicht die Notwendigkeit haben, ihre Lebensgrundlage im Abbrennen des Waldes zu suchen. „Die Armut verschärft sich weiter und damit leidet auch der Wald.“

Im Prinzip sieht das auch die GTZ-Expertin von Loebenstein so, allerdings sieht sie die Verantwortung dafür bei der nicaraguanischen Regierung – und nicht bei der deutschen: „Für diese Grenzflächen muss der Staat Nicaragua vernünftige Entwicklungspläne hinlegen.“ Aber das kann der Staat mit seinen Mitteln im Moment nicht.

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