Stipendiaten der Heinz-Kühn-Stiftung bloggen ihre Recherchen und Erlebnisse.

Juba feiert die Unabhängigkeit. An jeder Ecke hängen die neuen südsudanesischen Fahnen oder Plakate. „Wir danken unseren Märtyrern“ steht auf einem. „Unser Tag ist gekommen“ ein anderes. Die Hauptstadt hat sich schick gemacht: Vom Flughafen führt eine neue, vierspurige Straße in die Stadt, mit solarbetriebenen Laternen. An jeder Ecke wachsen neue Hotels, Restaurants oder Bürogebäude in die Höhe. Eine Stadt im Aufbruch. Doch politisch tut sich derzeit noch nichts. Alle warten auf die Berufung des neuen Kabinetts durch den Staatspräsidenten. Auch manche Programme zur Entwicklungszusammenarbeit sind mit der Unabhängigkeit ausgelaufen. Doch neue Programme laufen noch nicht oder werden gerade erst vorbereitet. Mit einigen Hindernissen:  „Wir haben auf politischer Ebene derzeit keine Ansprechpartner“, erzählt ein deutscher Entwicklungshelfer. Denn in den Ministerien wartet man auf neue Minister – die dann die Leitungsposten neu besetzen. Nach zwei Tagen in Juba habe ich viele Telefonnummmern – aber kein einziges Interview.

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