Stipendiaten der Heinz-Kühn-Stiftung bloggen ihre Recherchen und Erlebnisse.

So habe ich mir das immer vorgestellt. Models schreiten zu lauter House-Musik den Catwalk entlang, bekommen Applaus für die besten Outfits und posen für wenige Augenblicke im Blitzlichtgewitter der Fotografen. Dass ich die erste Fashion Show meines Lebens in Addis Abeba erlebe – dass wiederum war nicht Teil meiner Vorstellungskraft.

Vor zwei Wochen hätte ich eine wirklich atemberaubende Show verpasst, sagte mit Mahlet Teklemariam. Sie hatte die Vorstellung bekannter afrikanischer Designer anlässlich einer Textilmesse organisiert und hilft mir dabei, ein paar Kontakt zu knüpfen zu der Szene in Addis Abeba. Sie stecke noch in den Kinderschuhen, meint sie. Aber trotzdem: Mich interessiert nicht nur, welche Klamotten hier für unsere westlichen Märkte genäht werden, sondern auch, was eigentlich in Äthiopien passiert. Und so verschlug es mich am Sonntag Abend in eines der feinsten Hotels der Stadt, wo die Absolventen des privaten Next Fashion Design Colleges ihre Abschlussarbeiten präsentiert haben.

Den Heimweg bin ich angetreten mit einer passenden Adaption eines Dancefloor-Klassikers an den Namen der Landessprache Äthiopiens: „I am sexy in Amharic“.

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