Stipendiaten der Heinz-Kühn-Stiftung bloggen ihre Recherchen und Erlebnisse.

Der Flughafen von Caracas ist naeher am Meer als an der Haupstadt selbst. Also habe ich die ersten Tage am Meer gewohnt und bin wieder unter die Pendler gegangen. Dauerte auch nicht laenger als von Bonn nach Frankfurt, dafuer fuhr aber ein Rumpelbus und kein ICE. Den man an der Strassenecke anhalten muss, wenn man mitfahren will. Buscards 100 gibt es auch nicht, dafuer kostet die einstuendige Reise etwas weniger als einen Euro.

Hinter diesem Berg liegt die Hauptstadt

Die Hauptstadt ist ein Moloch, ein einziger Auspuff mit Hupe. Kein Ort, wo man lange bleiben moechte, doch hier sitzen alle, die wichtig sind, und die ich jetzt nach und nach aufsuchen werde.

Caracas von oben

Den Praesidenten hab ich auch schon gesehen. In seiner sonntaeglichen Fernsehshow: Aló Presidente. Dieses Mal wurde aus einem Gewaechshaus gesendet, er hat sich mit den gluecklichen Arbeiterinnen der verstaatlichen Landwirtschaftsbetriebe unterhalten. Und sich von einer von ihnen die Hose in die Gummistiefel stecken lassen, als er merkte, dass er der einzige ist, der sich drueber traegt. Ganz nebenbei hat er auch noch die Verstaatlichung zweier grosser Betriebe verkuendet und gesagt, dass das Ende der Monopole und Oligopole gekommen sei.

Geld zu tauschen ist ein einziges Abenteuer, aber davon beim naechsten Mal mehr!

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