Liberia

Als ich im Auto zum Flughafen sitze, haben mein Fahrer und ich beide je ein Glas Bier in der Hand. Während ich in der anderen Hand eine der 0,75-Liter Flaschen festhalte, in denen das landesübliche „Club“-Bier hier verkauft wird, braucht… Weiterlesen

Plötzlich ist da ein Ball. Als ich Wasser stehe und die Ausläufer der Wellen an meinen Knien entlang plätschern, fliegt er auf einmal von links heran. Die beiden Jugendlichen wollen, dass ich mitspiele. Gute Sache. Das funktioniert wirklich überall auf… Weiterlesen

„Tobias, Du kannst nicht das Land verlassen, ohne mit einer Liberianerin geschlafen zu haben“, sagt Indiana Jones. Er schaut mich mit einer Mischung aus Mitleid und Fassungslosigkeit an – und denkt wohl: „Was für ein erbärmlicher Journalist bist Du bloß?… Weiterlesen

„Ich kann mir keine Krankenversicherung leisten.“ Margret spricht diesen einfachen, schnörkellosen, entsetzlichen Satz ruhig, nüchtern und ohne Selbstmitleid in der Stimme aus. Ich verspüre sofort Bewunderung, Mitleid und irgendwie auch den unwillkürlichen Wunsch, mit dieser Frau befreundet zu sein. Sie… Weiterlesen

Zuallererst möchte ich sagen, dass ich in Liberia viele Entwicklungshelfer kennen gelernt habe, die mich beeindruckt haben.

Das gilt für diejenigen, die sich anders als viele aus der internationalen Gemeinschaft nicht im Büro verschanzen, sondern unterwegs sind und zahllose formelle… Weiterlesen

Buschtrommeln? Von wegen. Dancefloor.

Schon aus der Ferne dröhnte die Tanzmusik – und jetzt, als ich in dem zugigen, aber durch die heiße Luft höllisch aufgeheizten, kleinen Gebäude stehe, massiert sie mit schnellen, kräftigen Zuckungen mein Trommelfell. Wer ein paar… Weiterlesen

Ein Schlagloch, ein lauter Knall – und plötzlich funktioniert die Bremse nicht mehr.

Was macht man dann, wenn man im Dschungel, noch dazu in einem eher bergigen Teil, über eine Schotterpiste fährt und keinen Handy-Empfang hat? Weiterfahren. Nur vorsichtig aufs… Weiterlesen

Wie aus dem Nichts ist Danny plötzlich da. Er sitzt auf seinem Motorrad und winkt mich aus zwei Metern Entfernung heran. Dabei wirkt der mäßig rasierte Anfang 20-Jährige in etwa so wie der Typ aus der Sesamstraße, der Fremde immer… Weiterlesen

Ich habe im „Kölner Stadt-Anzeiger“ mal ein Porträt über die Straße geschrieben, in der ich wohne: die kleine Reinoldstraße – ein unscheinbarer Zentimeter auf dem Kölner Stadtplan, aber an günstig gelegener Stelle in der Innenstadt.

„Wenn diese Straße eine Kontaktanzeige… Weiterlesen

Ich bin mit jemandem zum Essen verabredet, der es im Nachkriegs-Liberia zu etwas gebracht hat. Einer von denen, die es sich im Krieg leisten konnten, nach Europa oder in die USA zu fliehen. Und die nun häufig wieder hier im… Weiterlesen

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