Der buddhistische Blick auf die Wasserkraft

Outh David Phabmixay sitzt auf der Terrasse seiner Eco-Lodge etwa 80 Kilometer nördlich von Vientiane am Nam Lik Fluss. Er trägt Freizeitlook: weites Hawaii-Hemd statt Anzug, schließlich ist Wochenende und er zum Entspannen hier. Endlich. Denn der Weg zur Lodge ist alles andere als entspannt: 2 Stunden mit dem Pickup über die Nationalstraße 13, die asiatische Panamericana. Dann querfeldein über einen holperigen Feldweg und schließlich noch mal 15 Minuten mit dem Roller auf einem schmalen Sandpfad. Die letzten Meter sind nur zu Fuß zurückzulegen – hinein in den Dschungel.

Dort hat Outh David Phabmixay sein Glück gefunden und seine innere Ruhe „schließlich bin ich Buddhist“ lacht er und blickt ins Grüne und auf den Fluss. Das ganze Gelände gehört ihm. 86 Hektar Dschungel, vor 4 Jahren gekauft, samt Feldwegen Flora, Fauna und einem eigenen See. Outh David Phabmixay bezeichnet sich selbst als Naturalisten. Die Übersetzung Umweltaktivist würde es wohl besser treffen. Und das macht in ihn Laos zu einer raren Spezies.

Lange schlummerte das Land hinter dem Bambus-Vorhang ohne größere Umwelteinflüsse.

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Mäh! statt Migration

„Vor drei Jahren war hier noch nichts, nur das Haus“, sagt Berna Carintia Gómez Argeñal. Jetzt steht hinter dem Haus ein Ziegenstall mit fast 30 Ziegen und in einer kleinen Oase daneben wachsen Bananen, Papayas und andere Früchte. Ihre Kinder trinken Milch, die Familie isst regelmäßig Fleisch und Gemüse – und Berna hat ein Einkommen. All das ist in der trockenen Gegend von Malpaisillo nicht selbstverständlich. Zwei Dinge haben das Leben der Familie verändert: die Ziegen und der Wassertank.

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