Stipendiaten der Heinz-Kühn-Stiftung bloggen ihre Recherchen und Erlebnisse.

Wald

In San Juan Limay ist es schwierig zu unterscheiden, ob es sich um ein ausgetrocknetes Flussbett oder eine Schotterstraße handelt. Wasser ist nämlich im Januar nur an wenigen Stellen in den Flüssen.

Der Fluss neben der Finca von Octavio Rosales führt noch ein wenig Wasser, es fällt allerdings kaum auf in dem fast 20 Meter breiten Flussbett. Die Finca von Don Octavio ist eine grüne, kühle Oase. Knapp 3 Hektar Land, auf der Hälfte steht Wald, den er pflegt statt ihn abzuholzen. Doch an der Grenze seines Grundstücks wechselt die Farbe der Landschaft sofort von grün nach hellbraun.

Grüne Oase, wo noch Bäume stehen – braune Steppe, wo sie abgelzt wurden

Don Octavio deutet auf den nächsten Hügel. Der ist vollkommen kahl. „Da war mal Wald, aber die Leute haben die Bäume umgehauen, um dort ihr Vieh zu weiden.“ Fast alle Bäume rund um das Dorf sind gefällt. „Das merken wir jetzt, es ist windig hier in San Juan Limay.“ Außerdem sei der Grundwasserspiegel abgesunken, viele Brunnen haben überhaupt kein Wasser mehr in der Trockenzeit. Don Octavio musste wegen des Waldes und der Nähe zum Fluss nur einen Meter tief graben.

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