Überall ist es besser als in Marokko

Die Jugendlichen kommen aus dem ganzen Land und haben nicht Tanger zum Ziel, sondern Europa. Sie wollen weg, und wenn es sie das Leben kostet. Einige sagen, sie wollen in Spanien endlich irgendeinen Job finden, den es in Marokko für sie nicht gibt. Dass die Arbeitslosigkeit in Andalusien bei 30 Prozent liegt und sie dort allenfalls Hungerlöhne erwarten, wollen sie nicht hören. Überall muss es besser sein als in Marokko. Ein ruhiger, schweigsamer und nachdenklicher Junge sagt, er wolle in Spanien endlich zur Schule gehen. Weiterlesen

Ksar es Seghir: vom Fischer- zum Transitort

Eine Stunde lang schnauft der Bus die Küstenstraße entlang von Tanger nach Ksar es Seghir – obwohl es seit kurzem eine neue Autobahn auf der Strecke gibt. Aber die kostet Mautgebühren, und außerdem führt sie so weit außerhalb an Tanger vorbei, dass es schon wieder ein Umweg ist. Wobei in Tanger alle froh sind, dass sich die vielen LKW’s nun außerhalb der Stadt vorbeischieben.

Ksar es Seghir ist ein Fischerort circa 30 Kilometer östlich des marokkanischen Tanger. Eigentlich gibt es hier nicht viel Besonderes, außer der einzigen ringförmigen Siedlungsanlage in Nordafrika, aus der Zeit der Meriniden (daher auch der Name des Städtchens, der „kleine Burg“ bedeutet). Die Ringsiedlung liegt recht malerisch in der schönen Bucht, ist allerdings mit Stacheldraht eingezäunt und von angeschwemmten Müllbergen eingekreist. Das Bewusstsein für kulturelles Erbe ist hier offenbar (noch) nicht sehr groß.

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Neue Golf-Region in Marokko

Wir sind nicht hier, um die Aussicht auf den heute überraschend ruhigen Atlantik zu genießen, Perlenketten zu kaufen oder uns auf einem Kamel am Strand entlang schaukeln zu lassen. Wir sind hier, weil es südlich vom Cap Spartel auch im Wortsinne Bahnbrechendes zu beobachten gibt: Die 45 Kilometer Atlantikstrand bis in die nächste Stadt Asilah werden nach und nach touristisch erschlossen. Das gleiche geschieht im Tangers Osten, um das Cap Malabata herum. Doch die dort entstehenden Hotels und Hotelanlagen muten fast niedlich an im Vergleich mit der Westküste – hier wird ein ganzer Landstrich umgepflügt, König Mohammed VI. persönlich hat Tanger zum neuen touristischen Zentrum Marokkos ausgerufen – nicht zuletzt für ihn selbst, der gleich mehrere Paläste am Cap Spartel besitzt. Und sein Ruf scheint Gehör gefunden zu haben: An den Küsten sind die Pinien- und Eukalyptuswälder abgeholzt und durch einen Wald von Kränen ersetzt worden. Weiterlesen

Kicken gegen die Seuche

Stefan Kunze bildet die Trainer Francis und Lydia aus

Francis geht auf den Fussballplatz, um Leben zu retten. Er laesst suedafrikanische Schulkinder laufen, spielen, kicken. Er will sie nicht zu besseren Fussballern machen, sondern zu besseren Menschen. Francis ist einer der Trainer des ambitionierten Projektes Whizzkids United, das den Fussball nutzt, um Kindern wichtige Lebensregeln zu vermitteln. Vor allem geht es um ein Thema, das die Zukunft einer ganzen Generation bedroht – Aids.

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Mäh! statt Migration

„Vor drei Jahren war hier noch nichts, nur das Haus“, sagt Berna Carintia Gómez Argeñal. Jetzt steht hinter dem Haus ein Ziegenstall mit fast 30 Ziegen und in einer kleinen Oase daneben wachsen Bananen, Papayas und andere Früchte. Ihre Kinder trinken Milch, die Familie isst regelmäßig Fleisch und Gemüse – und Berna hat ein Einkommen. All das ist in der trockenen Gegend von Malpaisillo nicht selbstverständlich. Zwei Dinge haben das Leben der Familie verändert: die Ziegen und der Wassertank.

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Der Fluch des Goldes

„Hier, direkt hinter dem großen Baum dort, da fing mein Land an,“ erklärt James Sapong, und zeigt mit dem Finger auf eine riesige Geröllhalde, „da standen früher Palmen, Ananasbüsche, Yamstauden, Orangen- und Papayabäume, ich habe damit meine Frau und meine 5 Kinder ernährt, jetzt habe ich nichts mehr.“ Vor einem halben Jahr  begruben riesige Bagger der Goldfirma Anglo Gold Ashanti sein Land unter den Geröllmassen, die beim Goldabbau anfielen. Der Konzern bot ihm 7400 ghanaische Cedi (ca. 3700 Euro) Entschädigungszahlung an, doch er lehnte ab.

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Concerns about oil discovery in Ghana: Another Nigeria?

As the president of the Western House of Chiefs for the last 8 years and the Vice-President of the National House of Chiefs for 6 years Awulae Attibrukasa (48) spoke about his concerns about the recent oil discovery and building of the first platforms offshore. The oil found of the summer of 2007 for the Ghanaian coast contains about three billion barrels. The oilfield is situated offshore around Cape Three point and in December 2009 the exploration and building of the first oil platforms started. Many concerns about the possible negative effects of the oil found where given by Awulae Attibrukasa. He criticised on the government in earlier meetings and publications.

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